Pfarrer
R. Hewrmann Mathes
Dannstadt
Sonne un Planetenbahnen
Schon
in der Spätantike und im frühen Mittelalter haben byzantinische
Künstler die Emailtechnik in Vollendung beherrscht. Eines
der schönsten Beispiele is die Pala d’oro – eine Altarverkleidung
in San Marco zu Venedig. Email – ein mit Metalloxyden gefärbtes
Spezialglas – wurde auf Goldblech aufgeschmolzen. Heute verwendet
man in der Regel Kupferblech als Unterlage für den Emailschmelz.
Das gemahlene Glas wird entweder aufgesiebt oder mit destilliertem
Wasser angerührt und mit dem Pinsel oder einer kleinen Spachtel
aufgetragen und bei 800-900° im Ofen gebrannt. In einem weiteren
Brand können auch Blattgold oder Blattsilber aufgebracht werden.
Eine sehr verbreitete Technik ist das sogenannte Stegemail.
Dünne Kupferflachdrähte werden in eine farblose Emailschicht
eingebrannt. Anschließend werden die farbigen Emails aufgetragen
und gebrannt. Seit 1963 fasziniert mich diese künstlerische
Technik mit ihrer Möglichkeit religiöse Bildmotive zu gestalten.
In verschiedenen Kirchen der Diözese Speyer habe ich größere
Arbeiten ausgeführt. Besonders erwähnenswert ein großes doppelseitiges
Hängekreuz, ein Osterleuchter und Flügeltüren der Orgel in
der Kirche zu Neuhofen. In den letzten Jahren habe ich einige
Einbände von Bibeln und Evangelienbüchern mit Emailbildern
geschmückt. €
: 450.00
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